Kirchanschöring – Für das Team ist der Einsatz beim 24h Rennen weit mehr als ein klassischer Renneinsatz. Die Nordschleife mit ihren knapp 25 km, extremen Höhenunterschieden und der unberechenbaren Eifel-Witterung gilt weltweit als Benchmark für Technologie und Entwicklung. An keinem anderen Ort lassen sich neue Systeme, Komponenten und Antriebslösungen unter vergleichbaren Belastungen testen.
Für den Renneinsatz reist Reiter Engineering mit einem rund 40-köpfigen, jungen Team (Durchschnittsalter 28) aus Konstrukteuren, Entwicklungsingenieuren und Mechanikern an den Nürburgring. Das Team besteht dabei nur aus wenigen erfahrenen Ingenieuren, sondern dafür bewusst aus jungen Talenten, die im Unternehmen gezielt aufgebaut werden. Reiter Engineering investiert seit Jahren in die Ausbildung des Nachwuchses und bietet jungen Entwicklungsingenieuren die Möglichkeit, direkt an der Strecke Verantwortung zu übernehmen und praktische Erfahrungen auf höchstem Level zu sammeln.
Als Entwicklungsmannschaft für den Motorsport braucht Reiter Engineering den Rennsport. Denn eigentlich sind wir kein typisches Rennteam, bei uns geht es nicht das ganze Jahr nur ums „Rennfahren“. Vielmehr sind Rennen bei Reiter eine Art Trainingslager für unsere Ingenieure und Prototypenbauer. Im Motorsport entscheidet nicht nur der Fahrer über den Erfolg, sondern das gesamte Team. Motorsport ist eine der wenigen Sportarten, in denen JEDER – unabhängig von körperlicher Fitness – durch seinen Einsatz zum Erfolg beitragen kann. Wir verstehen uns als Wettbewerbsmannschaft, auch dann, wenn wir gerade keine Rennen fahren. Dieses „Höher, Schneller, Weiter“ prägt die Art, wie unsere Firma arbeitet. Rennsport bedeutet für uns, permanent im Wettbewerb mit übergroßen Konkurrenten zu stehen und trotzdem besser sein zu wollen. Ohne diese Motivation wäre das, was wir tagtäglich tun, nicht mehr unsere Passion, sondern nur Arbeit. Bei Reiter fühlt man sich vor allem dann wohl, wenn man ein echter Wettbewerbstyp ist. Genau deshalb sind die Leute hier immer motiviert und das setzen wir jetzt auch am Nürburgring um.- Sabrina Reiter, Teamchefin
Im Zentrum des Projekts steht 2026 der modifizierte KTM X-BOW GT2, den Reiter Engineering in der innovationsoffenen SPX-Klasse einsetzt. Die Kategorie bietet bewusst Spielraum für technische Modifikationen und neue Lösungen, die in klassischen GT-Klassen oft durch das Reglement begrenzt sind.
Unterstützt wird das Team von den Fahrern Miklas Born, Arne Hoffmeister, Marcel Marchewicz und Laurents Hörr. Sie bieten dem Team eine gute Kombination aus notwendiger Geschwindigkeit, Gelassenheit und Routine, um das Rennen erfolgreich abzuschließen.
„Der Einsatz vom KTM X-BOW GTX auf der Nordschleife zeigt unseren Anspruch bei Reiter: Stillstand gibt es bei uns nicht. Wir wollen uns nicht nur auf der Strecke beweisen, sondern uns als Team kontinuierlich weiterentwickeln und den Blick nach vorne richten. Unsere Stärke liegt darin, Lösungen zu finden statt Bedenken zu tragen. Auch wenn es unangenehm ist, stellen wir deshalb eigene vergangene Entwicklungen kritisch auf den Prüfstand und entwickeln sie konsequent weiter, um ein besseres Endprodukt zu schaffen. Die SPX-Klasse gibt unserem jungen, hungrigen Team die Chance, diesen Ansatz auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt umsetzen zu dürfen.“- Bernhard Ehrlich, Head of Engineering
Bereits im Vorfeld des 24h-Rennens nutzte das Team die NLS als Entwicklungsplattform. Die Rennen der traditionsreichen Meisterschaft dienten als intensive Vorbereitung und ermöglichten es, Fahrzeug, Abläufe und technische Systeme unter Wettbewerbsbedingungen weiter zu optimieren und führten bereits zum ersten Klassensieg bei NLS3.
Seit 25 Jahren steht das oberbayerische Unternehmen für kompromisslose Ingenieurskunst im GT-Sport. Reiter Engineering entwickelte unter anderem den Lamborghini Gallardo GT3, den Sareni Camaro GT3 sowie verschiedene Evolutionsstufen des KTM X-BOWs bis hin zu GT2- und GTX-Fahrzeugen. Insgesamt blickt das Unternehmen mit seinen Fahrzeugen auf mehr als 750 Podiumsplätze, rund 300 Siege und über 300 Pole-Positions zurück.
Die Rückkehr an den Nürburgring markiert damit nicht nur ein GT-Comeback, sondern zugleich die konsequente Weiterführung des Anspruchs von Reiter Engineering, Motorsport als Entwicklungsplattform für leistungsstarke, nachhaltige und sichere Technologien zu nutzen.

