Kirchanschöring, Bayern – Mit dem 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring stand am vergangenen Wochenende eines der größten Motorsportevents weltweit auf dem Programm. Zur 54. Auflage strömten insgesamt 352.000 Zuschauer in die Eifel und sorgten für eine einzigartige Atmosphäre rund um die Nordschleife.
Für Reiter Engineering bedeutete die Veranstaltung zugleich die Rückkehr in den GT Sport und einen emotionalen Höhepunkt nach monatelanger Vorbereitung und intensiver Entwicklungsarbeit.
Nach mehreren Einsätzen in der Nürburgring Langstreckenserie als Vorbereitung auf das Saisonhighlight ging das Team mit dem KTM X-BOW GTX in der SPX-Klasse zusammen mit Miklas Born, Arne Hoffmeister, Marcel Marchewicz und Laurents Hörr an den Start.
Mittwoch – Adenauer Racing Day
Bereits am Mittwoch begann die besondere Atmosphäre rund um das 24 Stunden Rennen. Beim traditionellen Adenauer Racing Day präsentierten sich zahlreiche Teams und Fahrzeuge den Fans in der Innenstadt von Adenau, darunter auch der #66 KTM X-BOW GTX von Reiter Engineering.
Pünktlich zum Veranstaltungsbeginn zeigte sich die Sonne über der Eifel, während sich Team, Fahrer und Fahrzeug den Weg durch die Menschenmengen bahnten. Für Reiter Engineering war dies der offizielle Auftakt in eine der intensivsten Motorsportwochen des Jahres.
Donnerstag – Eifelwetter prägt das Qualifying
Am Donnerstag zeigte der Nürburgring sein typisches Eifelwetter. Hagel, Regen und Sonnenschein wechselten sich im Minutentakt ab und sorgten für anspruchsvolle Bedingungen auf der Nordschleife.
In der ersten Qualifying-Session Donnerstagmittag konnte sich das Team P2 in der SPX-Klasse und den 40. Gesamtrang sichern.
Am Abend folgte die erste Nachtsession der Rennwoche. Trotz schwieriger Streckenbedingungen und einem vorzeitigen Ende aufgrund von starkem Regen konnte das Team erneut Platz zwei in der Klasse und Position 40 im Gesamtklassement erzielen.
Freitag – Neues Top-Qualfying Format
Mit dem Freitag stand erstmals das neu eingeführte Top-Qualifying Format auf dem Programm.
In Top Q1 platzierte Reiter Engineering den KTM X-BOW GTX auf Position 2 in der SPX Klasse. Mit Gesamtrang 36 verpasste das Team die Teilnahme an Top Q2 und Top Q3, konnte jedoch die positive Entwicklung der vergangenen Wochen bestätigen.
Samstag – 24h Motorsport
Am Samstagmorgen absolvierte das Team zunächst das einstündige Warmup bei kühlen, aber sonnigen Bedingungen. Dabei fand Marcel Marchewicz mit dem KTM einen guten Rhythmus und platzierte sich auf Gesamtrang 6. In der SPX Klasse bedeutete dies sogar die Bestzeit.
Gegen Mittag begann schließlich die Startaufstellung, bei der Fans noch ein letztes Mal die Gelegenheit hatten, ganz nah an die Autos heranzukommen,
Um 14:40 begann dann die Formationsrunde, begleitet vom Jubeln der Fans entlang der Nordschleife. Um 15 Uhr fiel schließlich die grüne Flagge für das 24h Rennen.
Arne Hoffmeister übernahm den Start im #66 KTM. In der turbulenten Startphase verlor das Fahrzeug einige Positionen, hielt sich jedoch aus Zwischenfällen konsequent heraus. Nach den ersten Boxenstopps fiel das Auto kurzzeitig auf Position 52 zurück, konnte sich aber mit Miklas Born und Laurents Hörr hinter dem Steuer wieder bis in die Top 30 zurückkämpfen.
Das Team brachte das Fahrzeug problemlos in die Dunkelheit. Kurz nach 22 Uhr musste das Auto allerdings außerplanmäßig an die Box geholt werden. Der KTM X-BOW GTX wurde in die Garage geschoben, während das Team den Wasserkreislauf überprüfte. Parallel dazu erfolgte der Fahrerwechsel auf Marcel Marchewicz, der das Fahrzeug dann nochmals auf die Strecke brachte.
Bereits nach einer Runde kehrte das Auto jedoch erneut an die Box zurück. Aufgrund einer Motorüberhitzung musste das Team schließlich die schwere Entscheidung treffen, das Fahrzeug vorzeitig abzustellen.
Klassensieg für Kundenfahrzeug sorgt für versöhnlichen Abschluss
Trotz des vorzeitigen Ausfalls des eigenen Autos gab es für Reiter Engineering am Ende dennoch Grund zur Freude. Das vom Team betreute Kundenfahrzeug, der #91 Porsche 911 GT3 Cup
mit den Fahrern Lukas Ertl, Maximilian Ertl, Stefan Ertl und Matthias Benndorfer, sicherte sich den Klassensieg in der SP7-Klasse.
Besonders bemerkenswert: Kurz vor Rennende führte das Team noch einen Getriebewechsel durch. Mit vereinten Kräften mobilisierte die Mannschaft nochmals alle Reserven, um das Fahrzeug rechtzeitig zurück auf die Strecke zu bringen und den Klassensieg zu ermöglichen.
Ausblick
Auch wenn das 24-Stunden Rennen für den KTM X-Bow GTX frühzeitig endete, zieht Reiter Engineering insgesamt ein positives Fazit aus der Rennwoche.
Die vergangenen Monate intensiver Entwicklungsarbeit und die Einsätze in der NLS lieferten wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft.
Besonders die gewonnenen Daten, die Weiterentwicklung interner Abläufe und die gemeinsame Arbeit unter extremen Bedingungen bilden eine wichtige Grundlage für kommende Projekte.
Ein besonderer Dank gilt den Partnern und Sponsoren Sonic Equipment, Ravenol, ZF Motorsport und Expotrade, die dieses Entwicklungsprojekt begleiten und dem Team ermöglichen, kontinuierlich zu wachsen und sich langfristig für die Zukunft aufzustellen.

